Posted by on 28. Januar 2018

An einem ganz normalen Tag, sofern wir zu Hause und nicht unterwegs sind, bringt mir meine Tochter meist mindestens alle 10 Minuten ein Buch, oder einen Stift und Papier. Sie liebt es wenn ich, oder ihre große Schwester ihr vorlesen, oder man mit ihr malt. Immer häufiger kann ich sie dabei beobachten, wie sie verschiedene Reimmelodien nachmacht in ihren Lauten. Zur Zeit am höchsten im Kurs ist “Hoppa, Hoppa, reita,…” Diesen Reim macht sie immer nach, wenn sie Pferde in Büchern oder sonst wo sieht. Und selbst wenn sie noch nicht alle Worte aussprechen kann, die Sprachmelodie ist vorhanden. 

Wenn man mit Kindern Reime aufsagt, oder Lieder singt, dann tritt man auf ihrer Augenhöhe mit ihnen in Verbindung. Singen ist mit emotionaler Zuwendung gleichzusetzen, da die Eltern mehr von ihrer Persönlichkeit mit ihnen Teilen, als wenn sie nur mit ihnen Sprechen würden und wirkt sich dadurch auch auf die emotionale Bindung aus. Reimen und Singen funktioniert nur wenn man ihnen seine volle Aufmerksamkeit schenkt und von Smartphone, oder ähnlichem hochblickt. Nicht, dass ich unterstellen möchte, dass alle Eltern grundsätzlich zu viel Zeit vor Handy und Co. verbringen, es dient hier eher als symbolischer Vergleich. 

Kinder üben durch das Reimen den Laut und die Melodie der Sprache kennen. Wenn eine Sprache neu erlernt wird, hilft es auch ungemein, wenn man viele Kinderreime oder Kinderlieder lernt um ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften wird ebenfalls angeregt. Das schöne an Liedern und Reimen ist, dass Kinder immer nur das für sich heraus nehmen, was sie zu dem jetztigen Entwicklungsstand verarbeiten können. 

Durch Singen und Reimen entwickelt das Kind Eigenschaften wie Kreativität, Phantasie, Entwicklung des Sprachsinnes, Erweiterung des Wortschatzes sowie eine bessere Aussprache, um nur einige positive Aspekte zu nennen. 

Was meine Töchter sehr gerne machen ist malen zu Sprüchen. Unsere drei liebsten Mal Sprüche sind….

1. das altbekannte 

punkti, punkti, 
strichi, strichi,
fertig ist das Mondgesichti,
und mit Haar und Ohren 
wird der Mensch geboren

2. Schneemann

Kugelrunder, großer Bauch, 
einen Kopf bekommt er auch,
auf den Kopf, einen Topf,
Auge, Auge, Nase Mund,
Knopf, Knopf, Knopf, 
kugelrund
rechter Arm und linker Arm,
Besenstiel mit Borsten dran,
fertig ist der große/weiße, Mann

 

3. Das Häschen

Ein großer Ball,
ein kleiner Ball,
oben dran zwei Schleifchen,
hinten dran ein Schweifchen,
ringsherum viel grüne Gräschen,
fertig ist das (Oster-)häschen

 

Die liebsten Lieder meiner Töchter sind zur Zeit… 

  1. Aramsammsamm
  2. Hoppa, hoppa, reita
  3. Hörst du die Regenwürmer ….

Es gibt zwei Bücher welche ich selber ganz gerne verwende, wenn mir die Ideen für Kinderlieder, -reime oder Fingerspiele ausgehen. 

Lirum, Larum Fingerspiel von Cornelia Nitsch 

Fingerspiele für Kinder

 

 

 

Zehn kleine Krabelfinger von Austermann M. und Whlleben G.

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Singen, Spielen, Malen und Reimen.
Bis zum nächsten Mal!
Eure
Elterncoach und Kangatrainerin in Vorarlberg

Stell deine Fragen! Email Telefon Messenger